Aktuell / 21.04.2012

Förderung von Investitionen mit Demonstrationscharakter zur Verminderung von Umweltbelastungen - Pilotprojekte Inland

Im Rahmen dieses Programms werden Demonstrationsvorhaben in großtechnischem Maßstab gefördert, die erstmalig aufzeigen, in welcher Weise fortschrittliche Verfahren zur Vermeidung oder Verminderung von Umweltbelastungen verwirklicht werden können. Ziele sind die Fortentwicklung des umweltrechtlichen Regelwerkes und des Standes der Technik sowie die Förderung von Maßnahmen mit hoher Demonstrationswirkung und der damit einhergehenden Multiplikatorwirkung auf freiwilliger Basis.

Während in der Anfangsphase des Förderprogramms die Durchsetzung nachgeschalteter Reinigungstechnologien im Vordergrund stand, werden heute vor allem integrierte Umweltschutzmaßnahmen unterstützt. Vorrang bei der Förderung haben kleine und mittlere Unternehmen. Forschung und Entwicklung sind nicht förderfähig.

Die Förderkriterien sind in der Förderrichtlinie vom 04. Februar 1997 dargelegt. In der Regel wird vom BMU ein Zinszuschuss zu einem Darlehen der KfW Bankengruppe (www.kfw-mittelstandsbank.de) gewährt. In begründeten Ausnahmefällen kann ein Investitionszuschuss bewilligt werden. Mit dem Vorhaben darf unabhängig von der Art der Förderung i.d.R. nicht vor der Förderzusage begonnen werden. Die Genehmigung eines förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabensbeginns ist auf Antrag möglich.

Mit der verwaltungs- und finanztechnischen Abwicklung des Förderprogramms ist die KfW Bankengruppe betraut. Der Antrag auf Förderung wird unter Verwendung eines speziellen Antragsformulars an die KfW-Bankengruppe, Niederlassung Bonn, Abteilung Umwelt - K II b, 53170 Bonn gerichtet.

Die fachliche Prüfung der Investitionsprojekte wird durch das Umweltbundesamt (www.umweltbundesamt.de) durchgeführt. Auf der Grundlage dieser fachlichen Bewertung unterbreitet die KfW dem BMU einen Fördervorschlag. Die Förderentscheidung erfolgt unter Berücksichtigung förderpolitischer Gesichtspunkte sowie der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel durch das BMU.


Geförderte Projekte

 Förderschwerpunkte

Verknüpfte Projekte

  • Ein Elektrolichtbogenofen verbraucht im Jahr etwa so viel Strom wie eine Kleinstadt. Bezogen auf die Tonne Stahl liegt der spezifische Primärenergieverbrauch beim Elektrostahl nur bei einem Viertel im Vergleich zum Oxygenverfahren. ... mehr
  • Wer Strom erzeugt oder industrielle Hochtemperaturprozesse betreibt, produziert Abwärme. Oft wird die Abwärme nicht verwertet, da keine wirtschaftliche Nutzung möglich scheint. Kleine Anlagen mit Organic-Rankine-Cycle (ORC) versprechen Abhilfe: Sie machen die Abwärme als Strom nutzbar, erhöhen die Wirtschaftlichkeit und senken den Kohlendioxid-Ausstoß. Saarländische Forscher haben einen Motor entwickelt, der für ein breites Leistungsspektrum aus Niedertemperaturwärme sehr effizient Strom erzeugt. ... mehr