Hochtemperatur-SupraleiterHTS-Drähte und Bänder
Bisher sind zwei Verbindungen bekannt, die das technische und kommerzielle Potenzial für die Herstellung von HTS-Drähten haben: Diese sind Wismut-(Blei-)Strontium-Calcium-Kupfer-Oxid ((Bi,Pb)2Sr2Ca2Cu3O10+x kurz BSCCO) mit einer Sprungtemperatur von Tc=110 K sowie Yttrium-Barium-Kupfer-Oxid (YBa2Cu3O7-x) mit Tc=92 K (YBCO). Die Produktion flexibler und langer HTS-Leiter mit diesen beiden Materialien stellt die Forschung vor eine Vielzahl von Herausforderungen: so sind die keramischen Werkstoffe spröde und brüchig. Erst bei ausreichend kleinen Dimensionen erreichen sie, ähnlich wie Glasfasern, die notwendige Fle-xibilität. Zudem beeinflusst die Orientierung der Kristallstruktur (Textur) die Stromtragefähigkeit über mehrere Größenordnungen und auch Korngrenzen der kristallinen Struktur limitieren die erreichbaren Stromstärken. Nicht zuletzt bestimmt die Mikrostruktur darüber, bis zu welcher Magnetfeldstärke das HTS-Material supraleitend bleibt. Gerade in energietechnischen Anwendungen ist dieses kritische Magnetfeld oftmals die entscheidende Größe.
Während für die erste Generation, bei der dünne Langfasern in Metall eingebettet werden, ein industrielles Fertigungsverfahren verfügbar ist, konzentriert sich die Forschung zunehmend auf unterschiedliche Dünnschichttechnologien.
Verknüpfte Projekte
- Ein supraleitender Strombegrenzer wurde 2009 erstmals im Kraftwerk Boxberg zum Schutz der Eigenstromversorgung eingesetzt. In Kürze soll an gleicher Stelle ein System mit Supraleitern einer neuen Generation und mit optimierten Eigenschaften getestet werden. ... mehr











