Direkte Prozessdampferzeugung mit Parabolrinnenkollektoren / 06.02.2013
Die Sonnenseiten des Sattdampfes
Mitteleuropäische Zwischenbilanz
Jede Industrieanlage hat spezifische Produktionsprozesse und -abläufe, daher ist jede Anlage ein Unikat und eine individuelle Planung unabdingbar. Das Projekt untersuchte die Leistungsfähigkeit, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit von Parabolrinnenkollektoren im mitteleuropäischen Klima. Obwohl die Sonnenstrahlung begrenzt und die Dachfläche relativ gering ist, sollte insbesondere die solare Dampferzeugung und Direkteinspeisung in die Dampfschiene von Industrieprozessen technisch realisiert und demonstriert werden. Diese Technik lässt sich für südlichere Klimazonen mit höherer Direktstrahlung exportieren und dort effizient nutzen.
Wenig Sonne ist nicht der einzige Hemmschuh: Der entsprechende Platz, die vorhandene Infrastruktur und die Kollektor-Ausrichtung sind entscheidende Faktoren. Die Direkteinspeisung hat vor allem Zeit- und Kostenvorteile. Aufwendige Infrastrukturmaßnahmen sind nicht erforderlich, wie etwa eigenes Speisewasser aufbereiten oder je Verbraucher eine Dampfzu- und Kondensatrückleitung anbringen. Beim Projekt zeigte sich, dass durch den direkten Anschluss an die Dampfschiene eine vergleichsweise einfache Ergänzung des Solarsystems möglich ist und sich eine aufwendige Steuerung erübrigte. Für Alanod dient das Solarfeld auch zur Demonstration ihres eigenen Reflektormaterials. Solitem kann insbesondere die neu gewonnen Erfahrungen in der Direktverdampfung in neuen Projekten nutzen. Alanod bieten sich dadurch ebenfalls neue Absatzmärkte für die eigenen Produkte.
Die Anlage wurde innerhalb von drei Jahren im Rahmen des Programms Solarthermie2000plus konzipiert und ist seit Juni 2010 in Betrieb.
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Projektbericht
Förderkennzeichen:
Abschlussbericht als externer Download von der TIB Hannover.
Projektbeteiligte:
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
- Alanod Aluminium-Veredlung GmbH
- Solitem GmbH
- Solar-Institut Jülich der FH Aaachen









