Branchen


Energieintensive Industriebranchen wie Baustoffe, Chemie, Glas, NE-Metalle, Papier, Stahl spielen traditionell eine wichtige Rolle für das Bruttosozialprodukt Deutschlands. Mit einem Umsatz von 300 Milliarden Euro tragen sie rund 20 Prozent zum gesamten Umsatz des verarbeitenden Gewerbes bei. Dabei schultern sie mit etwa 15 Milliarden Euro die Hälfte der Energiekosten. Folgerichtig reagieren diese Industriebranchen besonders sensibel auf steigende Energiekosten mit innovativen Lösungskonzepten. Zwischen 1990 und 2006 reduzierten sie ihre CO2-Emissionen um ein Fünftel - und dies trotz Produktionsanstieg (Quelle: VIK). Der technologische Vorsprung wird durch eine breite Forschungslandschaft aus der Industrie, öffentlichen Forschungseinrichtungen und Universitäten gesichert.

Eisen und Stahl

Bei der Eisen- und Stahlerzeugung übertrifft das Verhältnis der Energiekosten zu der Bruttowertschöpfung mit bis zu 45% deutlich die Zahlen anderer energieintensiver Industriesparten. So erstaunt es nicht, dass die Branche bereits mit großem Forschungsaufwand eine hohe Rohstoff- und Energieeffizienz erreicht hat. ...weiterlesen

NE-Industrie

Mehr als 630 Unternehmen zählen in Deutschland zur NE-Metallindustrie. Sie erwirtschafteten im Jahr 2010 einen Umsatz von knapp 44 Milliarden Euro. Produziert werden reine Metalle, sowie Zwischenprodukte wie Bänder, Bleche, Drähte, Profile, Rohre oder Gussteile. Derzeit gewinnt die deutsche NE-Metallindustrie über 50 Prozent ihrer Gesamtproduktion aus sogenannten Sekundärrohstoffen. Seit 1990 konnte die Branche den spezifischen Energieeinsatz um mehr als ein Fünftel reduzieren (Quelle: Gesamtmetall). ...weiterlesen

Chemie

Die hohe Energieintensität chemischer Prozesse macht die chemische Industrie zu einem großen Energieverbraucher. Etwa 12,5 % des deutschen Primärenergiebedarfs werden dort umgesetzt. Der Energieverbauch geht aber durch die Optimierung der Prozesse und durch neue Technologien kontinuierlich zurück. Im Durchschnitt wird heute nur noch halb so viel Energie für das gleiche Produkt benötigt wie 1990. Fortschritte in der Branche beruhen oftmals auf Sprunginnovationen mit einer weitgehenden Umstellung der Prozessketten. ...weiterlesen

Papier und Zellstoff

Die Zellstoff- und Papierindustrie gehört mit einem Energiekostenanteil von über 10 Prozent des Umsatzes zu den fünf energieintensivsten Branchen. Die Aufwendungen für Energie übersteigen mittlerweile die Lohnkosten deutlich. Und dies, obwohl der spezifische Energiebedarf in den letzten 50 Jahren auf ein Drittel gesenkt werden konnte. ...weiterlesen

Investitionsgüter

Die Investitionsgüterindustrie ist hoch spezialisiert. Sie produziert eine Vielzahl von Maschinen mit unterschiedlichen Funktionsweisen, die für sehr spezifische Einsatzbereiche konzipiert sind. Entsprechend differenziert gestaltet sich die Forschungslandschaft....weiterlesen

Glas

Für die Glasherstellung benötigt man Sand, Soda und Kalk und eine beträchtliche Menge Energie. Temperaturen von über 1.500 °C sind erforderlich, um das Rohstoffgemenge in großen öl- oder gasbefeuerten Glasschmelzwannen zu schmelzen. Etwa 7 Giga-Joule fließen in die Produktion einer Tonne Flachglas – dies entspricht dem Heizwert von rund 200 Kubikmetern Erdgas....weiterlesen

Textil

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist eine der wichtigsten Konsumgüterbranchen Deutschlands. Die Branche, einschließlich der vorgelagerten Chemiefaserindustrie, erreichte in Deutschland im Jahr 2005 ein Umsatzvolumen von 24,5 Mrd. Euro. Von der Textil- und Bekleidungsindustrie hängen direkt und indirekt Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen ab. ...weiterlesen

Termine

Tag der Deutschen Industrie 2014

ProcessNet- und DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen

Battery + Storage

cryogenics - basics and working methods, development status, applications, development trends

2. Deutsche Photovoltaik - Sicherheitstagung: Sicherheits- und Schutzkonzepte für PV-Anlagen in Bau und Betrieb